März 2016 – Entwicklung im Arbeitsschutz

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Eine neue EU-Verordnung zum Arbeitsschutz wurde im März 2016 veröffentlicht. Es ist die Verordnung (EU) 2016/425 über Persönliche Schutzausrüstungen, häufig PSA abgekürzt. Die EU-Verordnung gilt direkt in allen

EU-Mitgliedsstaaten und richtet sich an die Hersteller von Persönlicher Schutzausrüstung. Erstmals wird genau aufgelistet, welche Persönliche Schutzausrüstung in welche Risikokategorie einzustufen ist. Dies ist in Anhang I der neuen EU-Verordnung zu finden. Indirekt sind dadurch auch Anwender von PSA betroffen. Anwender von PSA der Risikokategorie III haben zusätzliche Pflichten. Weitere Informationen dazu im Newsletter Arbeits- und Gesundheitsschutz der Unternehmensberatung Stottrop.

Im März 2016 wurden drei Bundesverordnungen zum Arbeitsschutz in geänderter Fassung veröffentlicht. Dies ist die 1. Verordnung zum Produktsicherheitsgesetz (1. ProdSV) über elektrische Betriebsmittel, die Trinkwasserverordnung sowie das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG). Dieses Gesetz gilt für die Beschäftigung von Personen, die noch nicht 18 Jahre alt sind.

Weiter wurde die Arbeitsmedizinische Regel AMR 14.2 Einteilung von Atemschutzgeräten in Gruppen neu veröffentlicht. Diese Gruppen haben nichts mit den oben erwähnten Risikokategorien der EU-PSA-VO zu tun.

Im März 2016 wurden auch zwei DGUV-Regeln neu veröffentlicht. Es sind

Weiter wurden sechs neue oder geänderte DGUV-Informationen sowie zwei DGUV-Grundsätze veröffentlicht. Dies sind

  • DGUV Information 201-055 Feuerfest-, Turm- und Schornsteinbau,
  • DGUV Information 208-033 Belastungen für Rücken und Gelenke – Was geht mich das an?
  • DGUV Information 209-021 Belastungstabellen für Anschlagmittel, bisher BGI 622,
  • DGUV Information 212-001 Arbeiten unter Verwendung von seilunterstützten Zugangs- und Positionierungsverfahren,
  • DGUV Information 213-056 Gaswarneinrichtungen für toxische Gase / Dämpfe und Sauerstoff – Einsatz und Betrieb (Merkblatt T 021 der BG RCI),
  • DGUV Information 213-057 Gaswarneinrichtungen für den Explosionsschutz,
  • DGUV Grundsatz 308-009 Qualifizierung und Beauftragung der Fahrerinnen und Fahrer von geländegängigen Teleskopstaplern,
  • DGUV Grundsatz 313-002 Auswahl, Ausbildung und Beauftragung von Fachkundigen zum Freimessen nach DGUV – Regel 113-004.

Zurückgezogen wurde die DGUV Regel 108-004, bisher GUV-R 191 Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr.

Der künftige Nachfolger für die Norm BS OHSAS 18001:2007 Arbeits- und Gesundheitsschutz-Managementsysteme – Anforderungen ist im März 2016 als Normentwurf veröffentlicht worden. Sie trägt den Titel E DIN ISO 45001 (Entwurf) Arbeitsschutzmanagementsysteme – Anforderungen mit Leitlinien zur Anwendung. Sie entspricht der High-Level-Structure der übrigen Managementsystemnormen wie ISO 9001 oder ISO 14001.

Weitere Informationen sind in dem monatlich kostenpflichtigen Newsletter Arbeits- und Gesundheitsschutz der Unternehmensberatung Stottrop erhältlich. Er eignet sich insbesondere für nach OHSAS 18001 zertifizierte Unternehmen, die Rechtliche Verpflichtungen und andere Anforderungen nach Nummer 4.3.2 OHSAS 18001 rasch und zuverlässig recherchieren wollen. Fordern Sie noch heute Ihr kostenloses Probeexemplar mit einer Mail Stichwort Newsletter an js-02@stottrop-online.de an.